Montag, 27. April 2015

DIY/Interior: Tagging a World Map with your favorite Pictures

Eines steht schon seit Ewigkeiten auf meiner Irgendwann-mal-machen-Liste: eine Weltkarte aufhängen und an den Orten mit Stecknadeln versehen, die ich schon besucht habe. Vor etwa einem Jahr wollte ich unbedingt die einzelnen Kontinente aus Korkplatten ausschneiden und an die Wand kleben. Korkplatten hatte ich schon aus dem Baumarkt besorgt, der dazu notwendige Tageslichtprojektor war organisiert. Aber dann habe ich es zeitlich nicht geschafft, das Projekt wurde vergessen und als ich dann wieder Zeit hatte, gefiel mir das mit den Korkplatten doch nicht mehr so wirklich. Jetzt in der neuen Wohnung schleiche ich aber schon seit Wochen um eine Wand herum, die mir wie geschaffen erschien, um mit einer Landkarte bestückt zu werden. Als dann noch die Anfrage von CEWE kam, ob ich eines ihrer Fotoprodukte für ein DIY einsetzen könnte, war die Idee geboren: ich lasse eine Weltkarte als XXL-Poster drucken, klebe diese auf eine Korkplatte, stecke Pins hinein und hänge daran Etiketten, auf denen vorne das schönste Bild der jeweiligen Reise als Fotosticker klebt und deren Rückseite Auskunft über die Reise gibt. Klingt kompliziert? Bilder sagen mehr als tausend Worte =)


Folgende Materialien benötigt man:

  • ein Landkarten-Printable im jpeg-Format (meines stammt von Etsy: XX), das als XXL-Poster im Format 90 x 60 cm gedruckt wird
  • eine Korkplatte (90 x 60 cm, 0,5 cm dick)
  • Sprühkleber
  • 2 Bildaufhänger mit Dreieckösen (solche: XX)
  • 2 Nägel, Wasserwaage und Hammer
  • Rundkopfnadeln
  • Etiketten aus Kraftkarton
  • Fotosticker
  • schwarzes Garn
  • einen schwarzen Fineliner


So geht´s:

1. Die Korkplatte mit Sprühkleber einsprühen und die Landkarte bündig darauf kleben. Den Sprühkleber am besten draußen benutzen und unbedingt Zeitungspapier auslegen! 


2. Auf die Rückseite der Korkplatte zwei Bildaufhänger anbringen. Diese werden einfach ein wenig mit Wasser angefeuchtet und dann so an den Rand der Korkplatte gepresst, dass die Dreiecköse übersteht. Bevor die Landkarte aufgehängt werden kann, müssen die Bildaufhänger gut durchtrocknen.



3. Während die Bildaufhänger trocknen, können die Fotoetiketten hergestellt werden. Dazu entweder fertige Etiketten aus Kraftkarton benutzen oder selbst welche aus Karton ausschneiden. Anschließend die Fotosticker aufkleben...



4. ...und die Rückseiten mit ein paar Daten und Infos zur Reise beschriften.



5. Nun sollten die Bildaufhänger gut durchgetrocknet sein und sich fest mit der Korkplatte verbunden haben. Daher suchen wir uns als nächstes ein schönes Plätzchen für die Landkarte, schlagen zwei Nägel in die Wand (mit der Wasserwaage überprüfen, ob auch alles im Wasser ist!) und hängen die Landkarte auf. Mithilfe von Google Maps die Stecknadeln setzen (falls eure mentale Landkarte auch so schlecht ist wie meine), die Fotoetiketten mit einer Schnur versehen und an den Stecknadeln aufhängen.


6. Sich vor die Landkarte stellen, Reisen Revue passieren lassen, sich darüber wundern, warum man eigentlich noch nicht östlich von Europa war und neue Reiseziele aushecken =)


Ich mag unsere Landkartenwand sehr, sie liegt nämlich direkt gegenüber unseres Bettes. Jeden Morgen wachen wir nun mit Blick auf die Welt auf und sehen, was noch vor uns liegt. Sie zeigt uns aber auch, wie viele Orte wir bisher schon besucht haben und was für ein Privileg das eigentlich ist. Auch heute noch ist es für viele junge Menschen keine Selbstverständlichkeit, einfach so aus Spaß ihr Land zu verlassen. Unsere fast uneingeschränkte Mobilität sollten wir daher viel mehr zu schätzen wissen.


Meine nächste Reise geht im Sommer nach Südfrankreich. Ich freu mich schon sehr, da ich in Begleitung meiner Studienfreundinnen dorthin fahre und ich endlich mal wieder ans Meer komme. Damit wird´s nur leider auf meiner Weltkarte in Europa noch enger =) Östlicher als Ungarn bin ich irgendwie noch nicht gekommen. Naja, vielleicht ergibt sich ja in den nächsten Jahren der ein oder andere Trip dorthin. Wohin geht eure nächste Reise? Und wo würden sich bei euch die Stecknadeln auf der Landkarte konzentrieren?


Die Fotoprodukte von CEWE haben mich übrigens ziemlich überrascht. Irgendwie war ich bisher nie hundertprozentig mit dem Druck meiner Fotos zufrieden, egal bei welchem Anbieter ich sie drucken lassen habe. Daher waren meine Erwartungen nicht sonderlich groß, vor allem nicht, was den Posterdruck angeht. Aber da hat CEWE richtig feine Arbeit geleistet. Der Druck ist großartig! Und auch die Fotosticker können sich sehen lassen. Wichtig ist nur, dass man beim Bestellen der Fotos die automatische Korrektur ausschaltet. Dann wird einem nicht in die Fotobearbeitung gepfuscht =) Lasst ihr eure Fotos drucken? Oder hortet ihr sie digital und klickt euch ab und zu durch die Ordner? Ich gehöre wohl eher zur letzteren Spezies. Aber vielleicht überdenke ich das mal noch, dieser Artikel hat mir nämlich ein bisschen Angst gemacht: XX


Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche!

Sonntag, 19. April 2015

Book Review: Schmuckstücke selbst gemacht

Heute habe ich echt mal wieder einen richtigen Lauf. Kennt ihr das? An manchen Tagen ist man so schrecklich unproduktiv, bekommt nichts auf die Reihe, verplempert die Zeit mit Nichtstun und geht unzufrieden ins Bett. Und an anderen Tagen kann man Punkt für Punkt auf seiner To-Do-Liste abhaken und das in einer Geschwindigkeit, die einen selbst überrascht. Heute habe ich so einen Tag. Irgendwie geil... oh, das Wort wollte ich ja nicht mehr sagen. "Shit" darf ich auch nicht mehr sagen, sonst bekomm ich das nächste Mal wieder einen Strich von meinen Schülern. Denen ist nämlich aufgefallen, dass sich die liebe Lehrerin auch nicht immer an die "Keine-Ausdrücke-Regel" hält und der Fairness halber jetzt auch getadelt werden darf. Beim dritten Strich müsste ich übrigens die Regel zehnmal abschreiben... da benehme ich mich lieber! =)


Jetzt aber zum eigentlichen Thema des heutigen Posts: ich habe mal wieder ein tolles Buch vom BLV Verlag zugeschickt bekommen, das ich euch unbedingt vorstellen möchte. Schmuckstücke selbst gemacht - Armbänder, Ketten & Co. mit Wow-Effekt von Martha Pawlas ist erst vor kurzem erschienen und reiht sich ein in die - ich nenne sie mal - ´quadratische Reihe` des BLV Verlages. 34 Schmuckprojekte verstecken sich in diesem quadratischen Hardcover und laden zum Nachmachen ein. 


Habt ihr schon einmal mit Kichererbsen Schmuck hergestellt? Ich noch nie! Martha Pawlas besprüht sie einfach mit Perlmuttlackspray, so dass sie aussehen wie kleine Südseeperlen. So etwas ist mir bisher noch nicht begegnet und das ist auch das Tolle an Martha Pawlas Buch: man entdeckt frische Ideen, die nicht schon so oder in ähnlicher Form seit Jahren durch Pinterest geistern.


Etwas anderes gefällt mir an diesem Buch auch sehr gut: viele Ideen sind simpel und mit ganz wenig Material umzusetzen. Sie regen dadurch aber automatisch dazu an, eigene Farb- und Formvarianten zu entwickeln, so dass Leser die Modelle nicht schlicht nachbasteln, sondern zu eigenen Kreationen kommen können. So verpasst das Buch der Fantasie einen kleinen Tritt in den Allerwertesten und genau das macht es ziemlich wertvoll.


Mir hat das Buch auch einen solchen kleinen Anstupser verpasst. Auf den Seiten 20 und 21 zeigt Martha Pawlas ein Armband aus flachen Wildlederbändern. Da hab ich mir gleich mal die Reste meines Ledermaterials geschnappt und ein solches Armband erstellt - in Frühlingsfarben! Schlicht aber wirkungsvoll =)


Na, welche Schmuckprojekte stehen auf eurer DIY-To-Do-Liste? Gibt es eine Technik, die ihr in nächster Zeit unbedingt einmal ausprobieren wollt? Im Winter trage ich meistens keinen Schmuck - da sind Ohrringe schon das Höchste der Gefühle. Aber sobald die Tage länger und die Klamotten weniger werden, können Ketten und Armbänder ruhig mal wieder ausgeführt werden =) Ist das bei euch auch so? Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und eine hoffentlich sonnige Woche!

Sonntag, 12. April 2015

DIY & Interior: Fabric Mounting or how to hang a dish towel

Im letzten Sommer bin ich an fast jedem Samstag über Flohmärkte gegurkt, auf der Suche nach alten botanischen Bestimmungsbüchern, aus denen ich Seiten herausreißen und eingerahmt als Wandschmuck aufhängen könnte. Nie wurde ich fündig. Und die Nachdrucke, die es online zu kaufen gibt, sind entweder schweineteuer oder von so schlechter Druckqualität, dass es in den Augen weh täte, würde man sie länger anschauen wollen. Ich verabschiedete mich also von dem Gedanken, meine Wände mit schönen alten Zeichnungen zu schmücken. Und dann? Dann verschlug es mich in den neuen Zara Home im neuen Milaneo in Stuttgart und was entdeckte ich? Feine Linienzeichnungen von Pilzen auf Geschirrtüchern! Auf Geschirrtüchern! Da hab ich natürlich gleich mal 2 davon gekauft. Könnte man ja geschickt in der Küche dekorieren, dachte ich. Jetzt hängt eines davon an unserer Wand. Wie es dazu kam, erfahrt ihr in diesem Post. Viel Spaß =)


Vielleicht erinnert ihr euch noch an die alten Landkarten, die ihr früher in der Schule immer aus dem Erdkundesammlungsraum ins Klassenzimmer tragen durftet. Solche Landkarten wurden traditionell zwischen Holzleisten gespannt, mit einer Aufhängung versehen und zusammengerollt gelagert. Das gleiche Prinzip habe ich auf das Geschirrtuch übertragen. Mit Postern aus Papier funktioniert eine derartige Hängung natürlich auch!

Dazu braucht es nur ganz wenige Materialien:

  • 4 Holzleisten aus dem Baumarkt in der Breite des Geschirrtuchs (bei mir 52 cm)
  • einen Elektrotacker mit passenden Heftklammern
  • ein Stück Schnur


Und so geht´s:

1. Die obere Kante des Geschirrtuchs oder des Posters zwischen zwei Holzleisten legen. Das Geschirrtuch bzw. das Poster mit dem Druck nach unten auf den Tisch legen.


2. Die Leisten mit dem Elektrotacker verbinden. Dazu mehrere Heftklammern in regelmäßigem Abstand in die rückwärtige Holzleiste schießen. So ein Elektrotacker kann ganz schön gefährlich sein. Achtet darauf, dass ihr nicht von den Holzleisten abrutscht, wenn ihr den Tacker auf die Holzleisten presst, und dass keine kleinen Kinder oder Haustiere um euch rumwuseln, die über das Kabel stolpern könnten.


3. Schneidet ein Stückchen Schnur zurecht und tackert beide Enden an die rückwärtige Holzleiste. Damit die Holzleiste nicht nach vorne kippt, habe ich zwei Heftklammern gesetzt, eine davon ganz nah am Rand der Holzleiste.


4. Tackert die untere Kante des Geschirrtuchs oder des Posters ebenfalls zwischen zwei Holzleisten, schlagt einen Nagel in die Wand und fertig ist der Geschirrtuch-Wandschmuck!


Eigentlich wollte ich beide Geschirrtücher aufhängen. Ich hatte das zweite Geschirrtuch oben auch schon zwischen zwei Leisten getackert. Da fiel mir auf, dass die Menschen bei Zara Home wohl nicht wissen, was ein rechter Winkel ist. Das Geschirrtuch war krumm und schief! Als Geometrie-Fetischist, der ich nun mal bin, der absolute Graus! Das erste Geschirrtuch, das jetzt hier hängt, ist übrigens absolut rechtwinklig. Ich bin mir absolut sicher. Wer etwas anderes behauptet hat ein schiefes Blickfeld. So! =)


Und so sieht es jetzt übrigens in unserer Essecke aus: Wir haben seit neuestem einen Tisch mit einer Eichenvollholzplatte und Stahlbeinen, dazu eine passende Bank an der Wand und meine drei Freischwingerstühle. Ein Stuhl fehlt noch. Sobald sich dieses Problem gelöst hat, zeige ich euch die andere Wand unserer Essecke =) Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und eine wunderbare sommerliche Aprilwoche!

Mittwoch, 1. April 2015

DIY: Easter Gift - Bird in a Jar

Ostern steht vor der Tür! Ich freu mich so auf die paar Feiertage und kann es kaum erwarten, endlich mal wieder von meinem Schreibtisch wegzukommen! Jeder Tag sieht bei mir zurzeit absolut gleich aus: aufstehen, arbeiten am PC, essen, arbeiten am PC, essen, Haushalt, Bürozeug und alles, was sonst noch liegen geblieben ist, ins Bett gehen. Die Lichtblicke des Tages sind Blogilates, das ich meist vor dem Abendessen reinschiebe (falls euch das nichts sagt, Stef von magnoliaelectric hat vor kurzem einen sehr informativen Beitrag geschrieben: klick!) und Game of Thrones, welches ich noch spät abends mit dem Männchen schaue. Mein Pensum für heute ist erledigt, Zeit also, euch noch mit einem kleinen DIY zu versorgen, das ich als Mitbringsel für die anstehenden diversen Osteressenseinladungen vorbereitet habe: ein unkonventionelles Osternest im Einmachglas, bewacht von einem kleinen Vögelchen auf einer Schaukel. Cuteness-Overload! Viel Spaß euch damit =)


Folgende Materialien benötigt ihr:

  • ein hohes Einmachglas
  • Heu oder Ostergras
  • Schokiostereier
  • einen dünnen Zweig
  • einen Rest Tonkarton in Braun oder Kraftkarton
  • einen schwarzen Fineliner
  • braunes Nähgarn
  • eine spitze Nähnadel
  • ein Deko-Vögelchen (z.B von hier zu beziehen: Miroflor)
  • Heißkleber
  • Klebestreifen
  • Geschenkbänder, Satinbänder, Garne, etc.


Und so geht´s:


1. Den Boden des Einmachglases mit Heu oder Ostergras bedecken und flach drücken. Darauf ein paar Schokoeier legen.


2. Auf den Tonkarton ein Banner zeichnen, mit einem Ostergruß beschriften und ausschneiden. Ein Stück braunes Nähgarn auf die Nadel auffädeln, an beiden Seiten durch das Banner stechen und an den Zweigenden mit Knoten befestigen. Die Enden eines längeren Stück Garns ebenfalls an beide Zweigenden knoten. Das Vögelchen mit Heißkleber auf den Zweig kleben. Falls das Vögelchen zu schwer ist und nach vorne oder hinten kippt, einfach das Vögelchen an das Garn anlehnen und dort mit einem Klecks Heißkleber fixieren. Dann kann es nicht mehr umkippen.


3. Einen Streifen Klebeband abreißen und die Schaukel mit dem Vögelchen mittig in den Deckel des Einmachglases kleben. Zum Schluss noch ein paar Geschenkbänder um den Deckel wickeln und mit einer Schleife verknoten. Fertig ist das Ostermitbringsel =)


Als Ostermitbringsel eignet sich natürlich auch ein einfacher Blumenstrauß. Schöner finde ich aber immer selbstgemachte Kleinigkeiten. Damit kann man zeigen, dass man es zu schätzen weiß, wenn sich andere stundenlang in die Küche stellen, um ein Osteressen vorzubereiten. Was sind eure Pläne für Ostern? Nochmal Skifahren, bevor die Lifte ihren Betrieb einstellen? Essen bis zum Platzen? Oder einfach im Kreis der Familie entspannen? Ich wünsche euch auf jeden Fall ein paar schöne und erholsame Feiertage =) Lasst es euch gut gehen!

Dienstag, 24. März 2015

DIY: Marble Eggs / Typo Eggs

Hallo ihr Lieben! Am Wochenende hatte ich endlich mal Zeit, meine diesjährigen Ostereier aufzuhängen. Die hab ich schon vor Wochen zusammen mit einer Freundin gemacht. Wir wollten unbedingt den aktuellen Marmortrend aufgreifen und unseren weißen Eiern einen Marmorlook verpassen. Ich fand sie danach noch zu kahl, deshalb hab ich noch schnell eine schöne Serifenschrift herausgekramt und den Eiern Buchstaben aufgemalt. Wie wir genau vorgegangen sind, erfahrt ihr in diesem Post. Viel Spaß =)



Folgendes Material benötigt ihr:
  • Weiße, ausgeblasene Hühnereier (über Wochen qualvoll sammeln oder im Internet bestellen - ja, das gibt´s!)
  • Marmorierfarben in Weiß und Schwarz
  • einen großen Joghurtbecher (500g) oder einen Putzeimer, den ihr dann mit einer Mülltüte auskleidet (die Farben gehen nämlich nicht mehr so leicht raus)
  • 2 kleine Schälchen oder Döschen (z.B. von Kosmetikprodukten, die ausgewaschen sind und danach ebenfalls weggeworfen werden können)
  • wenn ihr habt und danach nicht mehr benötigt: 2 Pipetten (muss aber nicht sein)
  • Holzstäbchen
  • Papierreste
  • eine Serifenschrift (bei Word oder unter dem Stichwort "Typography" bei Pinterest zu finden)
  • einen Drucker
  • eine Papier- und eine Nagelschere
  • einen Lackstift in Schwarz
  • schwarzes Garn



Und so geht´s:

1. Die ausgeblasenen Eier auf je ein Holzstäbchen stecken und zwar so, dass das Stäbchen aus dem zweiten Loch wieder rausguckt. Das Ei sollte relativ fest sitzen, sonst geht das Marmorieren nachher schief. Generell erfordert das Marmorieren ein wenig Übung. Deshalb ist es günstig, wenn man ein oder zwei Testeier hat, die nicht absolut perfekt werden müssen. 

2. Den Joghurtbecher oder den Eimer so hoch mit Wasser befüllen, dass das Ei ganz eingetaucht werden kann.

3. Mit der schwarzen und weißen Marmorierfarbe zwei Grautöne anmischen, einen helleren und einen dunkleren. Dazu einige Tropfen weiße Marmorierfarbe in eines der Plastikschälchen geben und mit wenigen Tropfen schwarzer Farbe und einem Holzstäbchen vermischen. Falls ihr zwei Pipetten zur Hand habt, dann saugt anschließend die beiden Grautöne mit den Pipetten auf. Falls ihr keine Pipetten habt, müsst ihr im nächsten Schritt vorsichtiger vorgehen.


4. Beginnt mit dem hellen Grauton. Lasst ein paar Tropfen davon auf die Wasseroberfläche fallen. Achtet dabei darauf, dass ihr die Pipette oder das Schälchen ganz dicht über die Wasseroberfläche haltet. Je höher der Tropfen in das Wasser fällt, desto tiefer sinkt er ein und der Marmoriereffekt ist nicht mehr so leicht herzustellen. Dann gebt ein paar schwarze Tropfen dazu. Nehmt ein Holzstäbchen und zieht mit diesem ein Muster in die Farben.

5. Nehmt ein aufgespießtes Ei zur Hand und taucht es langsam, gleichmäßig und senkrecht in das Wasser bis es ganz eingetaucht ist. Blast dann auf die Wasseroberfläche, damit die Farbe nach außen gedrängt wird und zieht das Ei wieder aus dem Wasser. So wird verhindert, dass sich eine zweite Farbschicht beim Herausziehen auf dem Ei ablagert. Kann man natürlich machen, sieht aber irgendwie nicht so fein aus. Nach jedem Tauchgang muss die überschüssige Farbe von der Wasseroberfläche entfernt werden. Dazu die Farbe einfach mit einem Stück Papier abschöpfen. Ab und zu muss das Wasser auch gewechselt werden.

6. Stellt das Ei zum Trocknen und wartet etwa 24 Stunden.



Gefallen euch eure Marmoreier so? Dann überspringt den nächsten Schritt einfach und lasst das Gefutzel mit den Buchstaben. Für alle Typographie-Fans geht es so weiter:

7. Druckt euch Buchstaben in gewünschter Schriftart und Größe aus. Schneidet die Buchstaben vorsichtig aus (eine Nagelschere hilft wunderbar bei Kurven!) und legt sie auf die Eier. Umfahrt die Buchstaben vorsichtig mit Bleistift. Entfernt die Papierbuchstaben und malt die Bleistiftumrisse mit einem schwarzen Lackstift aus. Wieder einige Stunden trocknen lassen.

8. Brecht zuletzt ein kleines Stückchen von den Holzstäbchen ab, knotet mittig ein Stück Garn daran, führt das Holzstäbchen in eines der Löcher und schüttelt ein wenig, damit sich das Holzstäbchen quer zum Loch stellt. Noch ein Knoten in die Garnenden und fertig ist die Aufhängung.


Hach, mir gefallen diese Eier sehr! Seht ihr, dass ich sogar versucht habe, die Eier so aufzuhängen, dass das Wort "Easter" zu lesen ist? Ich bin doch mal ein Genie =) 

Auf den Bildern seht ihr noch ein paar andere Dekodinge. Vielleicht interessieren euch die Firmen dazu: Große Vase - Hema // kleine geometrische Vase - Rosenthal // Holzrahmen - Xenos

So, das war mein diesjähriges Ostereierprojekt. Hier geht´s zu meinen Ostereiern von 2012: XX 
Gibt´s bei euch auch selbstbemalte Ostereier? Lasst mir eure liebsten Ideen und Links da =)

Sonntag, 15. Februar 2015

DIY: Pompom Garland

Die letzten vier Tage, in denen sich zum ersten Mal nach Wochen wieder der Himmel in seinem strahlenden Blau zeigte, ließen mich erkennen, dass es in unserer Wohnung eindeutig an Farbe mangelt. Ganz zu Beginn wollte ich noch unbedingt mindestens eine Wand in Taubengrau streichen, aber je länger ich darüber nachdachte, umso unsicherer war ich, welche Wand es denn nun werden sollte. Ich verwarf die Umstreichaktion und beschloss, anderweitig Farbe in die Wohnung zu holen. Bei Hema bestellt ich kurzerhand ein paar Kissenhüllen in Knallfarben. Mit denen sah unser Sofa schon besser aus. Aber eine Sache störte mich noch: der graue Vorhang, der optisch die Sofa- von der Arbeitsecke meines Männchens im Wohnzimmer trennt. Der war mir noch zu fad, da musste etwas hin! "Warum eigentlich keine Pompoms? Wollereste habe ich ja genug..." Gesagt, getan =)


So eine Pompom-Girlande ist nicht schwer herzustellen, bedarf aber ein wenig Ausdauer. Anstatt aus Pappe Ringe auszuschneiden, kann man auch vorgefertigte Pompom-Sets aus Plastik kaufen. Die gibt es in unterschiedlichen Größen im Set, kosten nicht viel und können immer wieder benutzt werden. 

Folgende Materialien und Werkzeuge benötigt ihr:

  • Pompom-Set aus Plastik mit 3,3 cm Durchmesser
  • Wolle oder Garnreste in unterschiedlichen Farben
  • eine Schere (am besten funktioniert eine spezielle Stickschere)
  • eine Häkelnadel


Und so geht´s:

1. Das Pompom-Set besteht aus vier Plastikhalbringen. Zwei davon legt man jeweils Rücken und Rücken aneinander und umwickelt sie so lange mit dem Garn, bis die Öffnung der Ringe vollständig mit Garn ausgefüllt ist. Anschließend werden beide Ringe ineinander gesteckt. Nun wird das Garn zwischen den Ringhälften aufgeschnitten. Mit einer spitzen Schere tut man sich hier am leichtesten. Eine Garnschere ist super geeignet, eine Nagelschere oder eine sehr spitze Bastelschere tut´s aber auch. Zuletzt noch einen Faden zwischen den Ringhälften durchführen, verknoten und dann die Ringe entfernen.


2. Der Pompom muss anschließend noch ein wenig gestutzt werden, damit man eine schön kugelige Form erhält.


3. Zur Befestigung der Pompoms habe ich eine Schnur mithilfe von Luftmaschen gehäkelt.


4. An diese werden die Pompoms einfach dran geknotet. Schön sieht es aus, wenn die Pompoms immer denselben Abstand an der Schnur zueinander haben.


5. Ich habe insgesamt 3 unterschiedlich lange Pompom-Girlanden mit jeweils 5-6 Pompoms erstellt und an der Gardinenstange zwischen den Gardinenschlaufen locker befestigt. Falls der Vorhang mal zur Seite verschoben werden muss, wandern die Girlanden ganz einfach mit.


Ich mag unsere bunte Sofaecke =) Passt so schön zu Fasching... aber ab Mittwoch ist es dann natürlich als Frühlingsvorbote zu interpretieren =D Eigentlich fehlt jetzt nur noch ein Bild oder eine Bildercollage über dem Sofa. Am liebsten ein paar Prints, gerahmt in hellem Holz. Aber es ist gar nicht so einfach, schöne und bezahlbare Artprints zu finden. Da muss wohl wieder etwas Selbstgemachtes her. Oder habt ihr mir vielleicht einen Tipp, wo man moderne Prints günstig herbekommt?

Donnerstag, 29. Januar 2015

DIY: Embroidered Felt Boxes on Wayfair.de

Hey ihr Lieben =) Heute verweise ich euch nur ganz schnell auf Wayfair.de! Für diesen Onlineshop, der eine riesige Auswahl an Möbeln, Dekorationsobjekten und Haushaltsgegenständen bereit hält, habe ich noch im letzten Jahr ein DIY erstellt: ich habe Würfelkisten aus Filz für mein Expeditregal bestickt - natürlich mit geometrischen Tieren. Ein Lampenschirm musste auch noch dran glauben. Wie solche Kisten bestickt werden, erfahrt ihr in der Anleitung auf Wayfair. Hier geht´s lang: XX


Habt ihr zufällig auch ein Expedit- bzw. Kallaxregal mit passenden Textilboxen zuhause rumstehen? Mit welchen Motiven würdet ihr eure Kisten individualisieren? Monogramme wären doch toll, oder kleine Symbole, die den Inhalt der Boxen Preis geben? Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt =)

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Anleitung auf Wayfair.de!