Puh, nachdem ich mich jetzt durch alle Fotos des Jahres 2012 geklickt habe, fühle ich mich fast zu geschafft, um noch einen ordentlichen Text zum Jahresende verfassen zu können. So viele Erinnerungen, Eindrücke und Gefühle zum nun fast vergangenen Jahr schwirren mir gerade im Kopf herum, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Eigentlich bin ich ein sehr optimistischer Mensch, der immer daran glaubt, dass es nicht noch schlimmer kommen kann und sich selbst die unangenehmste Situation irgendwann in eine zumindest annehmbare verwandelt. Dieses Jahr jedoch kam es für mich schlimmer, als ich es mir jemals hätte vorstellen können. Lange habe ich überlegt, ob ich dieses Ereignis, dass sich bereits im Juli ereignet hat, auf dem Blog thematiseren soll. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, um hier einen Raum zu haben, auf dem mein sorgloses Leben normal weitergeht und ich mich nicht mit Dingen befassen muss, die eigentlich zu schlimm sind, um sie auszusprechen.
Auch wenn das letzte halbe Jahr ein schweres und kummervolles für mich war, so habe ich doch eines gelernt. Verluste, und sind sie noch so tragisch, gehören zum Leben dazu und, so blöd der Spruch auch ist, das Leben geht tatsächlich weiter.
Das Jahr 2012 war somit für mich ein Jahr, in dem ich reifer geworden bin und viel dazu gelernt habe. Ich habe viele für mich wichtige Dinge in den Alltag integrieren können und habe dabei auch mein Studium nicht allzu sehr vernachlässigt. Naja, vielleicht hat es an der einen oder anderen Stelle mal nur die zweite Geige gespielt, aber bei so vielen Ideen, die einem durch den Kopf schwirren, ist es manchmal schwer, alles miteinander vereinbaren zu können. Die meisten Ideen hatte ich in der ersten Hälfte des Jahres. Ein DIY-Projekt nach dem anderen wurde umgesetzt und natürlich hier auf dem Blog präsentiert. Eigentlich wollte ich euch nur meine Lieblingsprojekte zeigen... jetzt sind es doch ein paar mehr geworden, ich konnte mich einfach nicht entscheiden ;) Welches dieser Projekte hat euch am besten gefallen? Habt ihr euch von welchen inspirieren lassen?

In letzter Zeit habt ihr hier auf dem Blog kaum noch Outfits von mir gesehen. Ich könnte es jetzt auf das schlechte Licht im Winter schieben oder auf fehlende neue Klamotten, aber so einen richtigen Grund gibt es eigentlich gar nicht. Manchmal hat man halt Lust sich selbst zu fotografieren und manchmal nicht. Letzters überwog in letzter Zeit bei mir. Vielleicht lag es aber auch an der vielen Lernerei, für die ich mich einfach nicht schick gemacht habe ;) Ich habe euch trotzdem mal meine liebsten Kombinationen aus dem letzten Jahr zusammengestellt. Gibt es eine Kombination, die ihr besonders mögt?

Seit gut einem Jahr begleitet mich nun schon mein Smartphone und ich bin immer noch begeistert von der Tatsache, dass man damit sein Leben so leicht festhalten und dokumentieren kann. Instagram ist zu einem festen Bestandteil meines Alltags geworden (finden könnt ihr mich übrigens unter
_rotkehlchen_). An diesen Fotos konnte ich auch am besten das vergangene Jahr rekonstruieren: zusammen mit meinem Freund streifte ich stundenlang durch Feld und Wald, um Geocaches einzusammeln // Ich pendelte unter der Woche regelmäßig zwischen der Uni und der Förderschule, wo ich nebenher Kunst- und Schwimmunterricht gebe und immer mal wieder als Vertretung einspringe. Auch wenn die Kinder dort sehr schwierig sind und meine Vorbereitungen manchmal absolut sinnlos sind, mag ich die Arbeit sehr // Für mein Kunststudium habe ich das Jahr über an einigen Werken gearbeitet, im Januar ist nämlich meine Abschlussprüfung // Über mein Studium bin ich auch eine Woche nach London gekommen, wo ich neben Sightseeing und vielen Museumsbesuchen auch Kontakt mit dortigen Kunststudenten hatte, die mich durch die Stadt geführt haben // Der Sommer war heiß und trocken und ich verbrachte viele Stunden im Freibad, am See und auf Festivals // Im April hatte ich Besuch von einer schwedischen Freundin, die ich während meines Auslandssemesters in Amerika kennengelernt habe. Nächstes Jahr besuche ich sie in Schweden // Die Weihnachtszeit konnte ich trotz Lernstress in vollen Zügen genießen. Viele Besuche auf Weihnachtsmärkten und regelmäßige Basteltreffen mit meiner Mitbewohnerin machten den Dezember unvergesslich // ...

Noch knapp 24 Stunden und das neue Jahr beginnt. Für mich ist Silvester auch immer der Beginn von etwas Neuem. Man schmiedet Pläne und macht sich Vorsätze. Ob man diese auch umsetzt, ist natürlich immer so eine Sache... ;) Ich habe jedenfalls für das neue Jahr ein paar große und auch kleinere Pläne: mein Staatsexamen erfolgreich bestehen, weiterhin mit Engagement und Ausdauer in der Schule arbeiten und die Kinder so nachhaltig wie möglich fördern, noch unbekannte Flecken der Erde entdecken (Kanada!?), Neues lernen (Nähen, Klettern, ...), viel Zeit mit Freunden und der Familie verbringen, meine Zukunft bestimmen (Master und Promotion oder Referendariat und Schule???), und und und...
Was sind eure Pläne? Macht ihr euch Vorsätze und haltet ihr euch dran oder sind eure Vorsätze bereits wenige Wochen nach Silvester vergessen?
So, ich werde mich jetzt noch durch die vielen Jahresrückblicke klicken, die sich so in meinem Feed angesammelt haben und wünsche euch allen einen
wunderschönen Start ins neue Jahr!